Kutaissi ist für viele Touristen nur der Name des internationalen Flughafens und die meisten werden von der Stadt nie etwas gesehen haben. Vor einigen Jahren wurde der kleine Flughafen renoviert und einige Teile neu aufgebaut und wird von vielen Budgetairlines aus ganz Europa angeflogen. Am Ende war es auch für uns der Grund, warum wir die letzten beiden Tage in Kutaissi verbrachten. Wir hatten einige Wochen zuvor einen Flug nach Aqtau in Kasachstan gebucht und wollten vor dem Flug nochmals zur Ruhe kommen auch da wir beide uns von den Wanderungen und dem nasskalten Wetter am letzten Tag eine Erkältung eingefangen hatten. Mitten im Stadtkern Mestias bestiegen wir vielleicht zum letzten Mal während dieser Reise ein Marschrutka, um uns nach Kutaissi fahren zu lassen. Wie praktisch jedes Mal kam es anders und unser Marschrutka fuhr nur bis Zugdidi, wo wir wieder umsteigen mussten. Aber immerhin organisierte uns der Fahrer die Weiterfahrt und wir strandeten nicht wie andere Touristen, die wir im Bus kennenlernten in Zugdidi da der Fahrer am Tag zuvor sich weigerte sie weiter nach Kutaissi mitzunehmen da es schon sehr spät gewesen war.
Angekommen in Kutaissi bezogen wir ein Zimmer in einem kleinen Hotel mitten in der Stadt ruhten uns ein wenig aus, bevor wir durch das Städtchen schlenderten. Kutaissi war bis 2018 Sitz des georgischen Parlaments und hatte dadurch eine gewisse Relevanz. Nachdem das Parlament wieder zurück nach Tiflis zog, verlor die Stadt an Einfluss und Bedeutung. Man merkte den Strassen und der Infrastruktur aber immer noch an, dass hier Geld investiert worden war, um die Umgebung herauszuputzen. Uns gefiel die Stadt sehr hatte es nicht wirklich viele Touristen, sondern einfach tägliches Leben der lokalen Bevölkerung und wir liessen uns treiben besuchten Cafés wir können die beiden Filialen des Art Cafés wärmstens empfehlen assen gute Pizza und machten uns zu den Einreiseformalitäten in Zentralasien schlau. Eva musste noch ihre Brille flicken lassen zum Glück sind Brillenschrauben genormt. Ausserdem buchten wir schon die ersten Züge von Aqtau nach Usbekistan und die ersten Strecken in Usbekistan selbst.
Am letzten Tag besuchten wir noch eine Kuriosität der Stadt. Für kleines Geld konnte man sich in der Mitte der Stadt von einer kleinen Seilbahn aus der Sowjetzeit auf einen Hügel hinauffahren lassen. Oben angekommen hatte man einen netten Ausblick auf die Stadt und es hatte überall Fahrgeschäfte, die einen kleinen Freizeitpark formen. Als wir dort waren, standen alle Fahrgeschäfte still die meisten sahen aus, als wären sie schon seit Jahren nicht mehr gefahren worden alles in allem ein bedrückender trostloser Ort, der hoffentlich wenigstens im Sommer so gefüllt ist von Personen, dass er etwas hergibt.
Wir liefen zu Fuss den Hügel hinab bogen unten angekommen in eine Strasse ein, wo viele grosse Münchner Brauereien ein eigenes Brauhaus besassen von Schneider Weisse, Paulaner, Weihenstephan bis zu Hacker Pschorr gab es alles und assen ein letztes Mal traditionell georgisch inklusive einheimischer Metzgerwurst grob gefüllt mit allerlei Innereien.



















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